Wieder Weltcup-Silber für die JCW-Athletin

Beim European Open in Madrid (08/09.06.) schrammte Lisa GRABNER denkbar knapp an ihrer ersten Weltcup-Gold-Medaille vorbei. Das junge JC Wimpassing-Talent zeigte einmal mehr, dass man sie in Zukunft auf der Rechnung haben muss.
Cheftrainer Adi ZELTNER war extra mitgereist, um seine beiden Schützlinge Lisa GRABNER und Lukas REITER persönlich bei diesem Wettkampf betreuen zu können. Insgesamt war ein extrem starkes Starterfeld von 371 Judoka aus 34 Nationen am Start. Auch die beiden Judo-Superstars und Olympia-Sieger Teddy RINER (FRA/+100kg) und Lasha BEKAURI (GEO/-90kg) starteten bei diesem letzten Turnier in Europa in der seit 2 Jahren laufenden Olympia-Qualifikation und konnten jeweils ihre Gewichtsklassen gewinnen.
Zu den Kämpfen:
In Runde 1 konnte Lisa Grabner in der Klasse bis 57kg Alicia MARTIN GIL/ESP bereits nach 50 Kampf-Sekunden mit Ippon für Beinfeger bezwingen. In Runde 2 gegen die vielseitige Britin Lanina Solley setzte sich die HSZ-Seebenstein-Athletin ebenfalls klar nach nur 35“ Kampfzeit mit Ippon für Selbstopferwurf Sumi gaeshi durch. Im darauffolgenden Viertelfinale gegen Romi DORI/ISR, die zuvor überraschend die Nr. 4 des Turniers besiegte, zeigte die Niederösterreicherin erneut ihre große Klasse und konnte ihre Kontrahentin mit Ippon durch zwei Wazaari-Wertungen bezwingen. Dabei gelangen ihr zunächst mit Vor-rück-Finte und dann mit Uchi mata (Innenschenkelwurf) zwei echte technische „Gusto-Stückerl“ und qualifizierte sich damit für das Halbfinale. Dort wartete mit Tihea TOPOLOVEC/CRO die Nr.1 dieses Turniers. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kam die Wimpassingerin aber immer besser in Fahrt und konnte nach 3 Kampfminuten den Sack zu machen, indem sie die Nr.50 der Welt mit Ippon für Würgegriff überraschte.
Auch im darauffolgenden Finale gegen die favorisierte Französin Martha FAWAZ, zuletzt Siegerin des Weltcups in Györ, ging die Team Austria Athletin beherzt ans Werk und konnte auch mit Wazaari für Sumi gaeshi nach 1`40“ in Führung gehen. 
Jedoch antwortete Fawaz ihrerseits in der dritten Kampfminute mit einem Wazaari für Uchi mata. Schließlich wurde dieser offene Fight erst in der Golden Score Verlängerung durch ein weiteres Wazaari für Konter zugunsten der Französin entschieden.
Also Silber in dieser starken Gewichtsklasse für die 22-jährige LZ Wimpassing Athletin.
„Diesen Kampf hätte ich auch gewinnen können“ war die erste Wortmeldung von Lisa. „Ein ganz toller Tag für Lisa. Vier rasche Ipponsiege, auch gegen topgesetzte Gegnerinnen und dann auch diese knappe Niederlage im Finale, da wäre heute wirklich alles möglich gewesen“ resümiert Coach Zeltner.
Sie hat damit ausgerechnet in der schwierigen 100%-Olympia-Quali-Phase nach Weltcup-Silber im September 2023 und EM-U23-Bronze im November 2023 nun die bereits zweites European-Open-SILBER erkämpft.

Clubkollege Lukas REITER stand bei diesem Turnier unter extrem starken Druck, da er die Möglichkeit erhielt, sich durch eine Top-Leistung bei diesem Turnier noch für den letzten freien Olympia-Mixed-Team-Platz zu qualifizieren, der dann zugleich auch das Startrecht im Einzel in Paris bedeutet hätte. Zu groß war der psychische Druck an diesem Tag für den 73kg-Mann aus der Wimpassinger Talenteschmiede. In Führung liegend konnte er zum Kampfende hin leider nicht wie gewohnt nachsetzen und wurde mit einem Wazaari ausgekontert.
„Weiß nicht, war die letzte Kampfminute wie gelähmt!“ bedauert Luki seine verpasste Chance. „Echt Schade“ bedauert auch Trainer Zeltner.
Wenn Luki in Madrid durchgestartet wäre, dann hätten drei Wimpassinger Judoka bei den Olympischen Spielen teilgenommen. So drückt der gesamte Judoclub Wimpassing Sparkasse mit all seinen Mitgliedern und Fans für die zwei Wimpassing-Olympioniken Michi Polleres/-70kg und Aaron Fara/-100kg in Paris jetzt ganz fest die Daumen.